Wozu?

Wir stärken die Musikbranche.

Frauen* sind in der Schweizer Musikbranche signifikant unterrepräsentiert. Während in den Musikschulen nach Schätzungen rund 50% Mädchen* aktiv sind, finden sich im professionellen Bereich auf allen Ebenen kaum Frauen*. Damit sich dies ändert, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Jede Einzelperson. Jede Organisation. Jede Institution. Helvetiarockt benennt Missstände, zeigt Alternativen auf und findet gemeinsam mit allen Beteiligten konkrete Lösungen. Wir fordern die Vertretung der Vielfalt unserer Gesellschaft in allen Bereichen und stehen für eine lebendige Musikbranche ein.

Bühnenpräsenz im Pop, Rock und Jazz: 15% Frauen*, 85% Männer*

Musikproduktion:

2% Frauen*, 98% Männer*

Lehrpersonen Schweizer Musikhochschulen 12% Frauen*, 88% Männer*

Eine schweizweite, spartenübergreifende Studie zum Thema Gleichstellung in der Musik fehlt nach wie vor. Helvetiarockt ist mit Akteur*innen im Gespräch, um eine solche national und in allen Sparten umzusetzen. Bis dahin erstellen wir anhand von Zählungen eigene Diagramme. Bist du auch zählfleissig? Wir sind über alle aktuellen Fakten froh – Teile sie mit uns: mail@helvetiarockt.ch.

Aktuelles:

RFV Basel – Popförderung und Musiknetzwerk der Region Basel: Vorstudie «Frauenanteil in Basler Bands», Erhebung zur Geschlechtergerechtigkeit und zur Sichtbarkeit von Frauen in der Basler Popszene, Basel 2018.

Schulz, Gabriele, Ries, Carolone, Zimmermann, Olaf: Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge, Berlin 2016.

DU UND ICH – WIR HANDELN!

 

  • Wir werfen Geschlechterrollen über Bord und urteilen nicht über Fähigkeiten oder Interessen eines Menschen aufgrund seiner Genderidentität.

 

  • Wir holen Frauen* in unser Team, nehmen wahr, wie die Hierarchien und Machtstrukturen unserer Arbeitsbereiche funktionieren, wer was wo und warum zu sagen hat, und weisen auf Ungleichheiten hin.

 

  • Wir schauen nicht zu. Wenn wir erleben, dass jemand ungerecht behandelt wird, schreiten wir ein. Wir schaffen sichere Räume, wo alle gehört werden.

 

  • Wir nutzen gendergerechte Sprache und achten bei unserer visuellen Kommunikation auf eine ausgeglichene Sichtbarkeit von Geschlechtsidentitäten, sozialer und ethnischer Herkunft, Alter, etc.

 

  • Wir reflektieren eigene Handlungen und Muster, tauschen uns mit Freund*innen aus und fragen nach, wenn wir bei einem Thema oder einer Handlung unsicher sind.

 

Downloade jetzt unser Gleichstellungs 1×1: Klicke hier

 

Hier geht’s zu unserem Pressespiegel. 

 

Feminismus

ist eine persönliche Haltung und eine
politische Bewegung, welche die gleichen Rechte und Chancen für alle Menschen fordert.

 

Sexismus
ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und impliziter Geschlechts-vorurteile, die von einem ungleichen sozialen Status von Frauen* und Männern* ausgeht.

 

Biologisches Geschlecht
ist das definierte Verständnis von Mann* und Frau*. Anhand ausgewählter biologischer Merkmale wird jedem Menschen bei der Geburt ein Geschlecht zugewiesen.

 

Gender
bezeichnet das soziale Geschlecht bezeichnet. Damit sind die gesellschaftlich, sozial und kulturell konstituierten Geschlechterrollen von Frauen* und Männern* sowie die Vorstellungen von femininen und maskulinen Merkmalen gemeint.

 

Gendervielfalt
drückt aus, dass es mehr als nur die Zwei-Geschlechtlichkeit – also die Unterscheidung zwischen Frauen* und Männer* – gibt.

 

Gendergerechte Sprache
stellt eine hierarchische Geschlechterordnung und stereotype Geschlechterzuschreibungen in Frage und anerkennt, dass es vielfältige Geschlechtsidentitäten gibt. Es gibt mehrere Möglichkeiten dies auszudrücken; am verbreitetsten ist in der deutschen Sprache das Genderstern* und der Gendergap _.

 

Genderstern
Der Genderstern wird zwischen dem Wortstamm und die feminine Endung gesetzt; also Musiker*innen, Künstler*innen oder Programmleiter*innen. Damit beziehen wir mehrere Geschlechtsidentitäten ein. Mit dem Genderstern am Ende von Begriffen wie Frau*, Mann* oder Musikerin*, Musiker* stellen wir gesellschaftliche Normen und das zweigeschlechtliche System in Frage.